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Camping an der Blauen Adria
Live-Berichterstattung mittels Handheld und IR-Handy vom gleichnamigen Zeltplatz nahe Bautzen (August 2001)

Schön, dass ihr doch einmal vorbei schaut. Es ist nun ca. halb drei (Freitag) und ich liege am etwas harten und steilen Hang der Blauen Adria und schreibe diese Zeilen. Am Morgen brachen wir auf, wie immer in meinem nun erst 10 Jahre alten Renault. Auf dem Weg zu unserem Urlaubszeltplatz kamen wir wir bei den Saurierparks von Klein- und Großwelka vorbei.

Ein Betonsaurier im Saurierpark KleinwelkaWegen diverser Streitigkeiten zwischen Urheber und Gestalter der meisten "Figuren" Franz Gruß und der Gemeinde Welka mittlerweile 2 getrennte Veranstaltungen. Zum einen auf dem Gelände des Ortes, zum anderen auf dem Privatgrundstück des Herrn Gruß (wo der Meister übrigens persönlich zugegen und am Werkeln an diversen Steinzeitmeschmodellen war). Trotzdem gibt es eine Eintrittskarte, mit der man für 6 DM (Erwachsener) beide Urzoos besuchen kann.

Nach einem kleinen Mittagessen fuhren wir das kurze Stück bis nach Großdubrau, Ortstreil Crosta, weiter, wo wir uns im ansässigen Campingplatz mit dem markanten Namen "Blaue Adria" einfanden. Namensgeber ist der fast kreisrunde, hellblaufarbene Badeteich um den sich der Platz anlegt. Die eigenartig markante Färbung rührt sicher von einer im Wasser befindlichen Chemikalie her. Nachdem wir also unser Zelt eher schlecht als recht (es steht fürchterlich schief, aber es steht) aufgebaut hatten, ging es endlich ans und ins Wasser (zum Baden ist das Wasser wunderbar), welches laut Aushang eine Temperatur von 24º bei 25º Lufttemperatur aufweist.

Die Regenschauer, die in der Nacht zum Sonnabend hin und wieder auf unser Zelt niedergingen, waren alles, was an Feuchtigkeit vom Himmel fiel.

Zumindest bis jetzt, fast 17 Uhr. Wir sitzen wieder am Strand unseres Campingplatzsees und ich schreibe wie schon am gestrigen Tag unsere heutigen Erlebnisse auf: Moment, ich geh erst mal kurz ins Wasser... War sehr erfrischend und die Sonne scheint jetzt sogar auch wieder.

Heute waren wir also in Bautzen. Bauzen Panorame Eine schöne, an der Spree liegenden, sagen wir mal mittelgroße Stadt, ca. 10 km von Großdubrau entfernt. Aber was sie alles zu bieten hat, ist erstaunlich!
Viele der zu DDR Zeiten (denn vor über 10 Jahren war ich das letzte Mal hier) verfallenden Gebäude der Altstadt sind zu einem großen Teil saniert und haben ihre alte Pracht mit den reich verziehrten Fasaden zurück erhalten. Nichts erinnert mehr an das hässliche Betongebäude im Zentrum der Stadt. Vielmehr prägt nun das großzügig mit Glasfasaden gestaltete "Kornmarktcenter" den Kern der City, dass sich aber trotzdem sehr gut in die historische Optik eingliedert. Auf mehreren Etagen bietet es vielen kleinen und großen Geschäften und verschiedenen Restaurants, die unsere kulinarischen Interesse prima befriedigten. Gleich hinter diesem Gebäude schliesst sich die zuvor erwähnte Altstadt an, die nicht minder zum flanieren und shoppen einläd.

Knapp vier Stunden verbrachten wir dort, was aber nur zum oberflächlichen Begutachten reichte. Und nun, wie gesagt, sind wir wieder am See. Zunächst, wie erst erwähnt, schien sich dass Wetter zu bessern. Nun aber zieht ein Gewitter auf. Donner ist zu hören uns erste Regentropfen fallen. Nun sind aus dem Regentropfen ein richtiger Regenguss geworden und wir sitze auf besseres Wetter hoffend im Zelt. Mal sehen, wie es morgen wird. Da geht es weiter zum Lausitzring und nach dessen Besichtigung heim nach Dresden. Was noch passieren wird, berichte ich morgen abend (oder spätestens am Montag).... Nun, das Wetter hat sich doch nicht soo sehr verschlechtert.

Der Regenguss verschwand recht schnell und warm war es so wie so immer noch. Am Sonntag Morgen brachen wir, nach einem kleinen Bad meinerseits in der, wie solls auch anders sein, Blauen Adria.

Danach fuhren wir Richtung Senftenberg und schliesslich zum Lausitzring Eurospeedway wo wir uns mit meiner Cousine nebst Freund (danke für die Freikarten) trafen und die "Rennen aller Klassen" und ein Rennen der DTC (Deutsche Tourenwagen Challenge). Trotz des weiterhin wechselhaften Wetters war es eine sehr interessante (und laute) Veranstaltung.
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