Kurzurlaub in Waren Müritz
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Die letzten Tage des Oktobers 2006 verbrachten wir mit einem Kurzurlaub in Melkenburg Vorpommern an der Müritz. Unsere Unterkunft war das sehr gediegene Seehotel Ecktannen im gleichnamigen Ortsteil der Stadt Waren. Die Anreise aus Dresden gestaltete sich, trotz diverser Baustellenabschnitte, sehr unkompliziert. Und in Waren angekommen fanden wir den Weg dank der sehr guten Beschilderung mühelos - das Navigationsgerät lag sowieso daheim und hätte uns nicht schneller ans Ziel lotsen können.
Am Sonnabend gegen 14 Uhr konnten wir also einchecken und unseren sogenannten Schnupperurlaub beginnen. Wir bezogen das sehr geräumige Zimmer 111 mit separatem Flur, Badezimmer (mit Dusche) und dem Wohn-Schlaf-Bereich. Dieser hielt im einen der Schränke den obligatorischen Zimmersafe bereit und im anderen eine fast komplette Küche (Kochplatten, Kühlschrank usw.). Diese Küche konnten wir aber getrost unbenutzt lassen, da wir im Arrangement eine Halbpension gebucht hatten, welche sich alsbald als wahre Schlemmermahlzeiten herausstellten. Die drei Dreigangmenus gehörten zu den Besten, die wir je genießen durften.
Bevor wir allerdings zum ersten Abendessen übergingen, besuchten wir noch kurzerhand die Warener Innenstadt. Das Brauchtum rund um Halloween wurde vom örtlichen Handel dankbar aufgenommen und zu einem Verkaufssamstag ohne festgelegte Schließzeiten umgesetzt. Auch durch diverse Radiodurchsagen scheint sich dieser amerikanische Kult in dieser Region festgesetzt zu haben - egal wie man dazu stehen mag. Auf dem Neuen Marktplatz jedenfalls wurden zahlreiche Kürbisse von fast ebenso vielen Kindern mit entsprechend gruseligen mit Gesichtern versehen.
Zurück im Hotel konnten wir, wie an den folgenden Abenden auch, das hervorragende Abendessen genießen. Zusammen mit der sehr aufmerksamen und zuvorkommenden Bedienung fühlten wir uns hier wirklich als König Kunde und können das Hotel rund herum weiterempfehlen.
Am Sonntag unternahmen wir eine sehr gemütliche Schifffahrt. Wir stachen in See mit dem Pseudodampfschiff Europa. Pseudo deshalb, weil das gute Stück (Baujahr 2006) zwar durchaus über eine (ölbefeuerte) Dampfmaschine verfügt, diese aber wegen des dieselelektischen Hauptantriebes eigentlich nicht benötigt. Als Dresdner ist man da von den gut einsehbaren liegenden Maschinen der zahlreichen Schiffe der Sächsischen Dampfschiffahrt verwöhnt. Die stehende Dampfmaschine der Europa wird also nur zur Showzwecken aufgeheizt und ist von der ganzen Fahrt vielleicht zu 10% in Betrieb ist.
Am Montag fuhren wir dann noch auf einen Bummel nach Güstrow, wo es aber eigentlich nicht viel zu sehen gab. Allein das Viertel um das Schloss ist sehr schön anzuschauen.
ENDE