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15. Oktober 2007 | Ich werde Handy!
Lange Zeit waren die im E-Plus Netz realisierten Lösungen für vertragslose Mobiltelefonie ungeschlagen günstig. Minutenpreise zu 14 Cent je Minute in alle Netze und eine kostenlos abhörbare Mailbox wie sie simyo, blau.de und auch Medion mobil (AldiTalk) anbieten, gelten als extrem günstig und unterboten damit oft die Konditionen aus Zweijahresverträgen.
Doch die Ära der Prepaid-Discounter geht nun in eine nächste Runde. Die im E-Plus und T-Mobile Netz (simply, klarmobile.de) funkenden Dienste sehen sich neuer Konkurrenz gegenüber.
Erster Akteur ist fonic. Das im O2 Netz realisierte Angebot brach die Schallmauer von 10 Cent pro Minute. Jedes Gespräch zu einer deutschen Rufnummer in einem Mobil- oder Festnetz kostet hier lediglich 9,9 Cent. Auch andere Preise wie SMS und Internet-Nutzung orientieren sich an Simyo-Vorgaben und unterbieten diese teilweise.
Ab morgen (15. Oktober 2007) will nun auch die Bildzeitung im Marksegment der preiswerten Prepaidkarten mitmischen. Wie auf BILD.de unter der gewohnt sinnfreien Schlagzeile Bild wird Handy! nachzulesen ist, soll BILDmobile im Vodafonnetz angeboten werden und Minutenpreise von genau 10 Cent zu deutschen Anschlüssen garantieren. Auch hier ist, wie beim billigen Wettbewerb, die Mailbox inklusive und der Megabytepreis für die Internetnutzung mit 35 Cent im noch moderaten Bereich. SMS Nachrichten sollten mit 14 Cent zubuche schlagen.
Und was gibt es Neues vom Vorreiter simyo, der sich einst mit Weil einfach einfach einfach ist assoziiert wissen wollte? Er verkompliziert sein Portfolio zunehmend. Angefangen hat es mit dem vor einiger Zeit eingeführten Community-Preis von 5 Cent zwischen Simyo-Nutzern. Und nun kann der informierte Kunde auch noch einen optionalen Zusatztarif namens Simyo Flat für 15 Euro hinzubuchen, um damit für 30 Tage alle Gespräche ins Festnetz abzudecken.
Beides mag zwar schön für Sparfüchse sein, widerspricht aber dem einfachen Firmenmotto.

Simyo als Vorreiter hat eine Spirale von fallenden Minutenpreise in Gang gesetzt, die momentan lediglich durch die sogenannten Interconnectgebühren, die sich Telefonnetze gegenseitig bezahlen müssen, beschränkt zu sein scheinen. Und da die neuen Discounter gerade die sparwilligen Wechselnutzer angeworben haben, muss jeder Wettbewerber, ob er will oder nicht, diesen Kampf mit immer weiter sinkenden Preisen mitkämpfen. Simyo mit seinem durchaus akzeptablen Minutenpreis von 14 Cent ist quasi übernacht satte 40% teurer als die neuen Konkurrenten. Entweder sie ziehen nach - oder die Kunden um...

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