22. Juli 2008 | Kurzurlaub in Geising bzw. Usti
Am vergangenen Freitag war es wieder soweit -
Über die A17 ist das Osterzgebirge nunmehr nur noch einen Katzensprung entfernt von Dresden, sodass wir am 18. Juli innerhalb von kaum mehr als einer halben Stunde von daheim im "Urlaubsort" waren - nur waren hier, kurz nach 18 Uhr, schon alle Bortsteine hochgeklappt.
Am Samstag fuhren wir über die Grenze, die E55 hinab über Krupka ins ehemalige Aussig (Google maps bringt bei der Suche nach Usti stets den Ort Aussig...). Dort ging es erst einmal kreuz und quer durch die teilweise recht unansehnlichen Industrievororte (aber wo sind die schon ansehnlich?!) und dann ins Zentrum. In einem großen Einkaufszentrum hoben wir 200 Kronen (ca. 17,50 Euro) ab, um damit über den Tag zu kommen. Nun ging die Suche nach dem Zoo weiter, ich gebe zu - ich lag total daneben, und auch wenn ich mich sonsts besser orientieren kann lag meine Frau dieses Mal vom Gefühl her deutlich näher als ich. Wie dem auch sei - ich hatte mich in Usti verfranzt, hielt schließlich an einer Bushaltestelle und spach mit meinem besten Tschechisch (was aus einem dobry den besteht) eine ältere Dame an. Mit dem Finger auf dem Google-Ausdruck des Zoos erhoffte ich mir einen Fingerzeig in die grobe richtige Richtung.
Den bekam ich nicht, sondern erst einmal einen Guten Tag gewünscht. Die Frau sprach ein perfektes Deutsch und erklärte mir erst einmal, dass ich sogar auf der falschen Elbseite gelandet war. Und da die Richtung des Zoos in etwa in ihrer Reiserichtung lag, fragte ich, ob sie nicht ein wenig mitfahren wolle. Gesagt, getan - die Dame entschuldigte sich für ihr schlechtes (wie gesagt eigentlich perfektes) Deutsch - sie hätte deutsche Eltern gehabt aber nach deren Tod nie wieder Gelegenheit gehabt diese Sprache zu sprechen. Nun wollte ich sie natürlich ihrem Ziel, wo auch immer es lag, näher bringen und sie an einer ihr genehmen Stelle absetzen - doch das mochte sie nicht, sondern wollte uns partout den kompleten Weg zeigen - ein Bus würde auch von dort fahren und sie hätte Zeit. Und so kamen wir binnen kurzer Zeit zum Zoo, wo wir uns bei unserem freundlichen "Guide" bedankten und von ihm verabschiedeten.
Der Zoo Usti, der Eintritt kostet 100 Kronen pro Besucher, befindet sich komplett an einem Hang - erstreckt sich quasi vom Elbtal einen Berg hinauf. Daher gibt es hier kaum gerade Flächen und ein kompletter Aufstieg kann einem ungeübten Spaziergänger durchaus den Atem rauben.
Neben der Besichtigung zahlreicher Tierarten haben wir auch an unser leibliches Wohl gedacht - wir aßen Hotdogs, Eis - und ich eine der typischen tschechischen Fettgriefenbratwürste (siehe Foto). So verbrachten wir mehrere schöne Stunden im Tierpark, es war also ein gelungener Ausflug (und der Höhepunkt unseres Kurzurlaubs, weshalb ich den Bericht hier beende).
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