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20. April 2009 | Mehr hin als her gerissen, vom G1
Während ich Anfang April noch voll und ganz auf das E75 fixiert war und versuchte mich selbst zu überzeugen, dass das T-Mobile G1 nichts für mich ist, bin ich nun wieder vom Nokia abgekommen. Die bereits getätigte Vorbestellung wurde storniert und nachdem ich eine Nacht darüber schlief, entschied ich mich am vergangenen Mittwoch doch dem Androiden eine Chance zu geben. Ich bin eben ein Spielmatz - und was mir an Mängeln einfiel kann ich vielleicht durch etwas Programmieraufwand an meiner Webseite sowie einen Ersatzakku kompensieren.
HTC T-Mobile G1 Am Donnerstag nach Feierabend lag nun das Schmuckstück in sattem schwarz vor mir. Da das Gerät zwingend mit einem Gmailkonto und damit im Internet betrieben werden muss, stand zunächst die Eingabe des Simyo (E-Plus) Zugangspunktes auf dem Plan (im Lieferzustand liegen nur die T-Mobile APNs vor). Gleich danach war das Gerät online und im Handumdrehen alle bei Google gespeicherten Kontakte, Kalendereinträge und Emails vorhanden. Jaja - ich bin nun gläserner den je und dank eingebautem GPS weiß jetzt FBI, CIA und FDH oder FKK alles über mich. Das ist aber ein anderes Thema.
In der nun folgenden Probierphase war ich hin und her gerissen von der Qualität des Handys. Unbestritten ist es in vielen Aspekten ein wunderbares Stück Technik - aber man merkt ihr den noch frühen Entwicklungsstand des Android Betriebssystems an. Viele Kleinigkeiten, die man von einem ausgereiften Smartphonesystem wie z.B. S60 kennt, fehlen. Die Digitalkamera taugt im derzeitigen Zustand nur zum Knipsen, die Auflösung und Kompression kann nicht eingestellt werden und es fehlt die Möglichkeit Videos aufzunehmen. Auch das Gmail Programm zum Empfangen und Senden von Emails wirkt sehr spartanisch - es ist noch nicht einmal möglich sich die Absenderemailadresse einer empfangenen Nachricht anzuschauen. Und so zieht es sich wie ein roter Faden durch fast alle vorinstallierten Anwendungen - im Lieferzustand kann es Android nicht mit etaplierten Systemen aufnehmen!
So könnte man nun annehmen, das ich zum Schluss gekommen bin, das Mobiltelefon wieder zurück zu geben. Und zugegeben - ich war kurz davor, das G1 war bereits wieder verpackt und der Rücksendeschein ausgedruckt. Aber als es dann so im Karton schmollte erinnerte ich mich an die schönen Eindrücke. Mit dem Browser über Webseiten zu navigieren ist eine wahre Freude, dank des kapazitiven Displays und der damit möglichen "Wischtechnik" saust man wunderbar über die Inhalte. Die hohe Auflösung ist der von Nokias S60 3rd Edition deutlich überlegen, auch wenn bei direkter Sonneneinstrahlung die Transreflektiven der finnischen E-Klasse deutlich besser lesbar sind.
Und natürlich muss auch der Android Market genannt werden, der Appstore für Googles Betriebssystem. Hier findet man unzählige Programme - viele kostenlos, viele zu Preisen zwischen weniger als einem Euro über die Mittelklasse um 5 bis zu 15 Euro. Damit lassen sich dann GPS-Applikationen nachrüsten, Spiele installieren und so weiter.
Außerdem sei anzumerken, dass das G1 OTA (over the air, also via WLAN oder GSM) mit der neuesten Firmware ausgerüstet werden kann. So bemerkte mein Gerät sofort nach Inbetriebnahme, dass ein Update von 1.0 auf 1.1 vorlag und zog sich selbiges aus dem Netz. Seit einigen Monaten wird im Internet auch über die Cupcake Version 1.5 diskutiert, die noch in diesem Monat erscheinen soll. Allerdings bin ich hier immer etwas skeptisch, denn letztendlich mischen hier nicht nur Google und HTC mit, sondern auch T-Mobile - und wenn sich da einer sperrt...
Aber bleiben wir optimistisch - mit 1.5 sollten viele der Eingangs erwähnten Kinderkrankheiten aus der Welt geschaffen sein und nur das eine große Manko bleibt: der schwachbrüstige Akku. Hier hilft nur die Zusatzinvestition in ein potenteres Modell.

Langer Rede kurzer Sinn: das G1 bleibt bei Jens!

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Zu diesem Thema wurden bereits diese Kommentare abgegeben:

21.04.2009 | 07:15:51 | Eintrag Nummer 1
glückwunsch - ich denke für uns spielkinder ist dies gerät das richtige !
Von: jaycee Email: info[*at*]atomlabor.de Homepage: http://blog.atomlabor.de




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