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29. Juli 2009 | Ich habe einen Apfelgutschein und ein Telefonbuch gewonnen
iTunes Prepaidkarte, Telefonbuch und Anschreiben Jawohl - ich habe Glück gehabt, auch wenn ich schon irgendwie damit gerechnet hatte, dass meine Chancen so schlecht nicht stehen sollten. Denn nach wie vor dürfte den wenigsten Mobiltelefonnutzern a) bekannt sein, dass öffentliche QR-Codes für Handys da sind und b) mobile Internetkosten nicht hoch sein müssen. Aber der Reihe nach.
QR-Code ist einer der verschiedenen 2D-Barcode-Standards, wie sie auch von Mobiltelefonen mit Kamera in der Regel verwendet werden können. Das passiert zum Zwecke der schnellen und unkomplizierten Übermittlung von Daten wie einer Adresse, Telefonnummer oder Internetadresse von einem (normalerweise offline) Datenträger wie z.B. einem Werbeplakat in ein Mobiltelefon und dort z.B. direkt in den Handybrowser. Das ist eine vor allem in Japan schon seit Jahren weit verbreitete Möglichkeit dem Nutzer Zusatzinformationen zu Produkten zukommen zu lassen. Auch RUDOLPHS.eu bietet an verschiedenen Stellen derartige Barcodes an, so ist es z.B. möglich einen Blogartikel schnell und angepasst aufs Handydisplay zu befördern indem auf das kleine Icon oben in der Titelzeile geklickt wird (über QR berichtete ich übrigens schon hier und erwähnte sie hier).
Auch deutsche Werbetreibende setzen hin und wieder diese Form der Datenübermittlung ein. So war beispielsweise im Dezember 2008 auf Anzeigentafeln von T-Mobile in einer Ecke ein solcher QR-Code abgebildet. Dieser führte den Kunden auf eine Downloadseite zum Herunterladen des dazumal in TV-Spots eingesetzten Weihnachtsliedes in MP3 Form. Das Telekomunternehmen muss im Übrigen verschiedene dieser Codes im Einsatz gehabt haben, um die Tagger regional zuzuordnen - neben der Musik empfohl man mir daher auch einen Besuch des nächsten T-Punkts: Dem Link-Code der in Dresden platzierten Tafel zufolge lag dieser im ca. 75 km entfernten Chemnitz. Entweder hat man also in Dresden die verkehrten Plakate benutzt, man hat das Ganze nur landesgenau geplant oder irgend etwas an anderer Stelle vermasselt - wo auch immer der Fehler lag, eine solche Umsetzung ist eher suboptimal.
Im Mai 2009 prangte nun wieder einmal ein QR-Code mit darin versteckter URL auf einer Werbetafel. Der Sachsenverlag warb für sein OfflineProdukt: das neue Örtliche Telefonbuch. Dem Link folgend landete ich auf einer kleinen Seite. Ein weiterer Fehler, der gern bei QR-Code-Links begannen wird wurde vermieden: auch wenn Mobiltelefone immer größere Displays und bessere Browser spendiert bekommen, eine Seite sieht auf (im günstigsten Fall) handflächengroßen Displays nur dann einladend aus, wenn sie für eine geringere Bildschirmgröße optimiert ist. Ein Titelbild, welches erst durch hin und herscrollen erfasst werden kann, ist hier wenig einladend. Diesen Fehler beging der Sachsenverlag nicht - das auf dem Display Angezeigte hätte zwar auch keinen Designpreis gewonnen, war aber zweckmäßig und darum passend. Auf der Seite war lediglich ein Teilnahmeformular (anzugeben waren Name und Emailadresse) zu einem Gewinnspiel platziert, bei welchem ich nun wie Eingangs erwähnt, gewonnen habe. Ausgelobt waren Gutscheine für amazon.de und iTunes, und bei letzterem kann ich nun 15 Euro ausgeben. Bzw. könnte ich, wenn ich nicht eine ausgesprochene Allergie gegen digitale Äpfel hätte! Gestern wurde ich nämlich über jenen Gewinn informiert und schon heute fand ich selbigen nebst einem sehr nettem Schreiben (mit Anspielung auf meine Apfelallergie, Twitter sei Dank) im Briefkasten.
Was mit meinem Gewinn passiert ist momentan noch nicht entschieden - aber mir fällt bestimmt noch ein, wie ich diese virtuellen 15 Euro ausgeben kann. Ich für meinen Teil freue mich erst einmal, dass ich sie gewonnen habe und danke dem Sachsenverlag. Es ist schön, dass das Unternehmen den Versuch wagt 2D-Codes bekannter zu machen. Netterweise hat mir der Verlag gleich noch eine Printausgabe von DasÖrtliche zum Gutschein mitgeschickt, weshalb ich jetzt auch weiß, wofür die Codes eingesetzt werden. So findet man zu Dresdner Sehenswürdigkeiten gleich einen Link, der zu aktuell gehaltenen Informationen (wie den Öffnungszeiten o.ä.) führt. Ein löbliches Unterfangen bei dem ich allerdings befürchte, dass gerade technikaffine Menschen, die sich einen entsprechenden Reader installieren würden, sowieso nicht in einem offline Medium wie einem Buch nach einer Rufnummer nachschlagen, sondern (wie ich) eher gleich das Bookmark mit der URL http://pda.dasoertliche.de/ aufrufen.

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29.07.2009 | 22:40:05 | Eintrag Nummer 1
Von: Jaycee




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