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18. März 2010 | Ein kleiner HiDrive Erfahrungsbericht
Als Reaktion auf meinen Beitrag zum Strato HiDrive habe ich von meiner Cousine den Tipp bekommen, dass es das 100 Gigabyte-Paket auch in einer auf 5000 Accounts limitierten Cebit-Aktion gibt (bzw. gab) - ich war schnell genug und konnte mir davon ein Paket für 1 Euro für das komplette erste Jahr sichern. Damit besitze ich jetzt ordentlich Onlinespeicher und bin in der Lage diesen kleinen Erfahrungsbericht zu verfassen.

Da ich vorher kein Kunde von Strato war, musste eine komplette Neuregistrierung erfolgen. Angegeben werden muss der komplette Name nebst Anschrift, E-Mailadresse und Kontoverbindung - und in meinem Falle Gutscheincode. Augenblicke nach dem finalen Bestätigungsklick traf die Bestellbestätigung in meinem Postfach ein.

Als am nächsten Tag noch immer keine Freischaltiung meines HiDrive erfolgte, wagte ich es mich dem neu geschaffenen Twitterteam von Strato anzuvertrauen. HiDrive Screenshot Das klappte erstaunlich schnell und unkompliziert. Ich übermittelte meine Bestellnummer und erhielt umgehend eine E-Mail mit meiner Kundennummer und konnte damit ein Passwort festlegen. So war es mir nun möglich mich in meinen persönlichen Kundenbereich einzuloggen. Mehr jedoch noch nicht - das HiDrive war nach wie vor noch nicht aktiviert. Das geschah erst ca. 15 Stunden nach der Bestellung - lag also im angekündigen Zeitraum von maximal 24 Stunden.

Der erste Schritt ist jetzt die Erstellung eines Administratoraccounts inklusive Passwort. Mehr Zugänge gibt es in der 100GB Variante nicht, ab 500 GB gibt es dann noch Nutzeraccounts - in höheren Pakete außerdem weitere Admins. Außerdem kann noch festgelegt werden, über welche Wege der HiDrive-Speicher zugünglich sein soll. Auszuwählen ist aus FTP und SFTP, WebDAV, SMB (Netzlaufwerk) und natürlich über das Strato Webinterface. Außerdem kann eingestellt werden, dass ausschließlich sichere Verbindungen zulässig sind.

Für alle Verbindungsarten wird einfach die notwendige Serveradresse bereitgestellt - im Falle von FTP beispielsweise ftp.hidrive.strato.com - Username uns Passwort sind die zuvor festgelegten Admindaten. Das von mir favoritisierte Einbinden als Laufwerk mit (unter Windows) eigenem Buchstaben war leider nicht ganz so simpel, wie es sein könnte. Das Problem liegt hier aber nicht an Strato, sondern an meinem Router. Produkte der Firma AVM - sprich FritzBoxen und in meinem Falle ein Telekom Speedport W701V - blockieren von Hause aus den für SMB Strato HiDrive als Laufwerk notwendigen Port 445 und lassen sich auch nicht bewegen diesen freizugeben. Zum Glück wird von Strato gleich die Lösung mitgeliefert - man muss sich nur OpenVPN installieren und tunnelt so die Verbindung - Nebeneffekt ist dabei: die Verbindung läuft damit nicht mehr ungesichert wie bei direktem Zugriff.
Zu beachten ist aber - und hier lag zunächst mein Fehler - dass OpenVPN mit Administratorrechten ausgeführt werden muss, also ein Punkt der Windows Vista und Windows 7 Nutzer betrifft. Mich verwirrte hier erst, dass das Loginverfahren scheinbar flüssig durchlief, denn am Ende wurde eine erfolgreich aufgebaute Verbindung gemeldet und die Statusleiste ausgeblendet. Als ich die Statusmeldung aber manuell wieder zum Vorschein brachte, war die genannte Lösungsfindung anhand der Fehlermeldungen leicht.

Nun lies sich der Speicher auch via Laufwerk ansprechen und die von mir verwendete Backup-Lösung über das von Microsoft kostenlos angebotene SyncToy läuft seither nahezu reibungslos. Bei den Lösungen über FTP und WebDAV gab es gar keine Komplikationen - als einfachste Lösung so ist z.B. unter https://username.webdav.hidrive.strato.com/ als WebDAV Adresse der eigene Speicher über jeden Internetbrowser abrufbar - es erscheinen die Daten in der für Webserver üblichen Ordnerstruktur.

Bei der Übertragungsgeschwindigkeit erzielt das HiDrive solide Werte - in meinem Fall mit einem DSL-16plus-Anschluss und den PC über WLAN verbunden erreiche ich Uploadgeschwindigkeiten von ca. 110 KByte/s und einen Downloadspeed von 500 KByte/s (bei parallelem IPTV-Empfang über Telekom Entertain). Das entspricht etwa auch der Peer-to-Peer Lösung von Wuala und spiegelt wahrscheinlich die Einschränkungen meines Systems wider und nicht die sicher höher liegenden Leistungsdaten von HiDrive oder Wuala.
Im realen Anwendungsfall sind diese Datenraten aber nur bei großen Dateigrößen realistisch - werden viele kleine Files, z.B. die Fotosammlung mit je 2MB je Bild, transferiert, bricht der Speed spürbar ein, da sich die Gegenstellen zwischen jedem einzelnen Transfer noch einmal "unterhalten" müssen.

Um die hohen Transferrate realisieren zu können empfielt sich beispielsweise der Einsatz von Containern. Das kann im einfachen Fall ein Archiv (z.B. ZIP oder RAR) sein, für mehr Sicherheit aber auch ein ganzes Truecrypt Container-Laufwerk. Nachteil ist dann natürlich, dass man von Unterwegs - z.B. mit dem Handybrowser - nicht schnell auf ein einzelnes spezielles File zugreifen kann.

Die Anschaffung des HiDrive hat sich für mich mehr als gelohnt - was für 8 Cent je Monat auch nicht verwunderlich ist - aber auch der reguläre Preis von 3,90 Euro ist gerechtfertigt. Darum ist es sehr wahrscheinlich, dass ich das HiDrive auch nach dem Jahr behalten und dann sicher mit noch mehr Speicher aufstocken werde. Eine HD-Videokamera erzeugt nämlich horrende Datenmengen...

Verwandte Artikel in diesem Blog: HiDrive vs Wuala, Ich sichere meine Daten bei Wuala

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Zu diesem Thema wurden bereits diese Kommentare abgegeben:

21.03.2010 | 18:27:50 | Eintrag Nummer 1
Hallo,

ich dachte im ersten Moment mit der Upload Geschwindigkeit bin ich der einzige der ca 128Kbit/s hat, aber nach dem lesen diesen Artikels bin ich zumindest im
Verstehen einen Schritt weiter, danke.

Was mich wundert ist aber folgender Artikel:

schnipp----------------------------------------------------------------------------

http://www.netzwelt.de/news/82080-cebit-2010-strato-hidrive-test.html

[...]Im Test dauerte der Upload einer knapp 240 Megabyte
großen Filmdatei bei einer maximalen Upload-Kapazität von
rund fünf Megabit pro Sekunde knapp dreieinhalb Minuten.
Ein sehr gutes Ergebnis, was auch darauf hindeutet, dass
auf Serverseite keine Übertragungsverluste entstehen. [...]

/schnipp----------------------------------------------------------------------------

Hier ist die rede von 5Mbit/s !!!!

cu Richard
Von: Richard Homepage: http://ruhland.tel

21.03.2010 | 19:35:54 | Eintrag Nummer 2
Bezüglich des Postings von Richard muss ich wohl noch etwas klären, es gibt nämlich einen Unterschied zwischen Bit und Byte: 8 Bit entsprechen 1 Byte!

Ich erreiche einen Uploadspeed von ca. 110 KByte/s (in der Regel geben Programme die Geschwindigkeit in Byte/s bzw. kByte/s an) - das sind 880 KBit/Sekunde (Telekommunikationsfirmen sprechen hingegen immer von Kilo- oder MegaBit/s). Mein Ergebnis entspticht daher dem, was ich bei einem DSL 16+ Zugang bei der Deutschen Telekom erwarten darf - ich erreiche knapp den theoretisch gebotenen Wert von 1Megabit/s Uploadspeed.

Schaue mal, was du für einen Vertrag hast und wie viel Uploadspeed dein Internetprovider in dem von dir gewählten Tarif anbietet.
Von: Jens Homepage: http://rudolphs.eu/

21.03.2010 | 20:18:31 | Eintrag Nummer 3
Hallo Jens,

richtig lesen sollte gelernt sein und habe festgestellt - alles ist gut.
habe im Upload speed-Applet (unter Linux) 128KB/s => d.h. KByte drin
stehen und das ist gut :-) Habe DSl16+

Danke für Deine Antwort.

Übrigens ein Interessanter Umrechnungslink: http://www.fischerclan.de/byte_umrechner.html

LG Richard
Von: Richard Homepage: http://ruhland.tel

24.03.2010 | 11:41:31 | Eintrag Nummer 4
Ich hatte auch das Glück, den Cebit-Aktionscode nutzen zu können und bin bis jetzt vom HiDrive begeistert. Die typische Upstream-Beschränkung bei privaten ADSL-Anschlüssen auf 1 MBit/s trübt das Vergnügen ein wenig. Aber seitens Strato liegt das Limit bei 100 MBit/s. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, Informationen und meine Erfahrungen zum HiDrive in einem Artikel zusammen zu tragen. Ich kann HiDrive nur empfehlen, werde den Vertrag nach dem ersten Jahr sicher verlängern.

Grüße




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