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03. November 2010 | Froyo QWERTZ Androiden
Mein T-Mobile G1 ist nach wie vor ein tolles Spielzeug. Dank CyanogenMod werkelt im Inneren ein ausgereiftes Betriebssystem - auch wenn ich den Schritt zu Froyo noch nicht getan habe. Aber die letzte 1.6er Version bietet mir alles, was ich brauche und überzeugt zudem mit einem Apps2SD Feature, welches nicht auf Anpassungen im Programm ala Froyo warten muss.

Mein T-Mobile G1 aka HTC Dream Und auch die Hardware muss sich in weiten Zügen kaum hinter der momentan feilgebotenen Android-Standardkost verstecken. Das Display arbeitet kapazitiv, ist deutlich besser aufgelöst als beim HTC Wildfire oder Samsung Galaxy 3 bzw. diversen Wettbewerbern von SonyEricsson. WLAN sowie GPS mit Kompass sind auch vorhanden und so stellt einzig der mit 528MHz getaktete Prozessor den unschönen Flaschenhals dar.

Nach anfänglicher Skepsis gegenüber Android und dem G1 meinerseits hat mich das HTC Dream damit wie gesagt voll überzeugt und in den Bann gezogen und damit geschafft länger in Benutzung zu sein, als viele meiner vorher verwendeten Smartphones - was natürlich auch dem permanent wachsenden Market-Appstore geschuldet ist. Und bis vor kurzem haben sämtliche Hersteller von Android-Hardware keine echte Alternative zum G1 hervorgebracht, denn eine QWERTZ-Tastatur sollte ein Gerät für mich immer mitbringen.

Das Milestone 1 war ebenso mit nur ca. 500MHz getaktet und die anderen Motorolas haben wie die kleinen SonyEricsson Geräte zu mikrige QVGA Displays (von der nicht vorhandenen bzw. langsamen Firmware-Updatepolitik beider Unternehmen ganz zu schweigen). Ich hatte also weder Grund noch Möglichkeit einen adäquaten Nachfolger auszuwählen. Doch seit der IFA und dem HTC Event in London ist das nun anders geworden - beide, Samsung und HTC, haben schicke Froyo-QWERTZ Telefone gebaut, die zwar sehr unterschiedlich aber durchaus einen näheren Blick wert sind.

Samsung i551 Beginnen wir mit dem Samsung Galaxy 551 (auf der IFA noch als i5510 angekündigt). Das Telefon basiert offensichtlich weitgehend auf der Galaxy 3 Hardware, hat aber wie erwähnt eine QWERTZ-Tastatur mit drei Zeilen sowie Cursertasten als Steuerkreuzersatz. Dies fehlt dem Telefon nämlich im zusammengeschobenem Zustand. Die weiteren Werte sind Mittelklasse: 160MB RAM, 600MHz Prozessor, 3 Megapixel Kamera, 1200mAh Akku - nichts besonderes also. Ich könnte mich also fast mit dem 551 anfreunden, wenn da nicht das unterdimensionierte Display wäre. Mit einer Auflösung von lediglich 240x400 Pixeln stellt es fast 40% weniger Informationen dar als mein betagtes G1 oder das HTC Legend und ist damit nur unwesentlich besser als die QVGA Anzeigeeinheit eines Wildfire oder Vodafone 845.

HTC Desire Z Zum Vergleich: das HTC Desire wartet mit 480x800 Bildpunkten auf - ebenso wie das Desire Z, dem anderen potentiellen Nachfolger für mein T-Mobile G1 aka HTC Dream. Wenn ich mir hier die Spezifikationen durchlese, kann ich mich extrem begeistern. Angetrieben wird es von einem aktuellen 800MHz Qualcom Prozessor, der Froyo nicht nur butterweich und ohne Verzögerungen darstellen soll - er versetzt die 5 Megapixelkamera auch in die Lage Videos in 720p aufzunehmen. Der Browser bietet Flash 10 (was ich beim Samsung 551 nicht vermute), das System bietet alle Froyo Features (USB + WiFi Tethering, beim Samsung 551 ist auch das unsicher) und wartet mit Speicher satt auf. Für Programme stehen 512MB RAM bereit und werden mit 1,5 Gigabyte internem Flashspeicher abgerundet, der natürlich mittels microSD aufgestockt werden kann.

Als abrundendes Sahnehäubchen bietet HTC diesem frozen yogurt dann auch noch die HTC Sence Servicewebsite. Dort kann online mit jedem Browser auf die Innereien des Desire Z (und aktuell des Desire HD) zugegriffen werden. Man kann das verlegte Handy klingeln lassen, selbst wenn es stumm geschaltet ist. Man hat Zugriff auf sämtliche Kontakte, Anrufverläufe, SMS- und Emailnachrichten. Man kann die Hardware orten und sperren sowie Anrufe umleiten. Das Konzept erinnert in vielen Zügen an den Service von Hiptop bzw. Sidekick (mittlerweile Spielzeuge meiner Tochter) und ist auch deutlich inspiriert von Apples MobileMe. Nur verlangt HTC, anders als Apple, keine laufenden Gebühren - die Nutzungskosten sind mit Kauf der Hardware abgegolten.

Alles in allem kann ich mich sehr für das Desire Z begeistern - wären da nicht zwei (oder sagen wir drei) kleine Hindernisse, die mich noch vom Kauf abhalten:

1. Liefertermin wird frühestens Mitte November 2010 sein
2. Preis von deutlich über 500 Euro (mehr als das Doppelte des Samsung 551)
und nicht zu vernachlässigen ist auch
3. meine Frau... ^

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Zu diesem Thema wurden bereits diese Kommentare abgegeben:

05.11.2010 | 20:05:14 | Eintrag Nummer 1
Hi, schöner Kommentar zum G1. Habe selber eines. Und nachdem ich die 1000 SMS gelöscht hatte, war es auch wieder schnell. Trotzdem sehne ich mich nach dem Desire Z und habe längst eines bei Amazon geordert. Ich warte nun schon über einen Monat. Es wird wohl eher ein Weihnachtsgeschenk werden ;-) Gruß Matthias
Von: Matthias




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