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Endless Ocean - Spielbesprechung


Mein Review und Erfahrungsbericht der Tauchsimulation


Packshot Endless Ocean
Am 8. November war es mal wieder soweit, ich hatte 30 Euro zuviel auf dem Konto habe diese gegen ein Spielchen für meine Wii getauscht. Der erworbene Titel lautet Endless Ocean und ist eine Tauchsimulation. Ob wir in Zukunft also Urlaub machen können ohne vom Sofa aufzustehen, sollen euch die nächsten Zeilen beschreiben.

Beim ersten Start wird einer der drei verfügbaren Speicherplätze belegt, in dem man zunächst sein Alter Ego erstellt (drei Plätze sind natürlich vor allem nett, wenn mehrere Spieler an einer Konsole den Titel erleben wollen). Danach findet man sich schon auf einem Boot in der Nähe einer tropischen Pazifikinsel wieder. Eine (wasserscheue) Begleiterin führt sogleich in die grundlegenden Funktionen ein, was komplett ohne Sprachausgabe erfolgt - also abgelesen werden muss. Dieser Abschnitt ist schnell erledigt und schon geht es ab unter die Wasseroberfläche.

Gesteuert wird das Spiel komplett mit der Wii-Fernbedienung, ein Nunchuck wird nicht benötigt. In der Regel wird einfach in die Richtung gezeigt, in die die Spielfigur schwimmen (bzw. laufen) soll. Im Ozean eingetaucht pirscht man sich sogleich an die Objekte der Begierde heran - die Unterwasserfauna. Das geschieht in der Regel ohne großen Plan - der Spieler paddelt mit seinen Flossen von einem Ort zum nächsten.

Kernpunkt des Spieles ist es die Tiere zu untersuchen, die einem vor die Taucherbrille schwimmen. Man nähert sich einem unbekannten Geschöpf zunächst um es zu betrachten und versucht es später zu berühren. Zusätzlich hat man bei jedem Tauchgang 10 Futterhäppchen dabei, um z.B. einem Schwarm Makrelen anzulocken.

Zu allen Neuentdeckungen wird nach erfolgreicher Beobachtung der Name sowie ein kleiner Informationstext freigegeben. Diese Daten findet man, mit einem Bild des Tierchens, auch an Deck zur späteren Begutachtung im Artenbuch wieder. Die Tauchgänge kann sich der Spieler mit dem stimmigen Soundtrack des Spieles untermalen lassen, oder er legt eine SD-Karte mit Titeln des eigenen Geschmacks ein.


Der Spielverlauf folgt einer internen Uhr sowie einem Kalender und unterwirft die virtuelle Natur einem Tag-und-Nacht- sowie Jahreszeitenzyklus. Nach Sonnenuntergang muss man also mit einer Taschenlampe sein Werk verrichten und findet abhängig von sowohl Tages- als auch Jahreszeit die unterschiedlichsten Gattungen vor.

Das Gameplay selbst hat keinen roten Faden, den es zu verfolgen gilt. Man ist in der Entscheidung, wo man vor Anker gehen möchte, absolut frei. Man setzt sich außerdem keinerlei Gefahren aus - alle Tiere sind sehr friedlich und die Begleiterin an Deck warnt stets davor, wenn man sich zu weit vom Basisschiff entfernt oder die Luftmischung in den Flaschen zur Neige geht.

Der Spieler wird bei der Stange gehalten, indem er vor allem am Anfang Sück für Stück neue Ausrüstungsgegenstände erhält. Man bekommt einen Fotoapparat für eigene Unterwasseraufnahmen, erhält eine spezielle Luftmischung für Tiefseetauchgänge und nach und nach neue Anzüge, die der Individualisierung des Outfits dienen.

Alle wichtigen Steuerungselemente sind in der Kajüte auf dem Boot untergebracht. Dort findet sich unter anderem ein Handy, welches als Kommunikationszentrale dient. Damit empfängt man nicht nur mehr oder weniger nützliche Hinweise zu besuchten Unterwasserbesonderheiten, sondern kann auch diverse Aufträge der Forschungsgesellschaft entgegen nehmen, für die man diesen Dienst in Flossen verrichtet.

Neben diesen Aufträgen wird der Spieler durch eine Vielzahl von Sammleraufträgen motiviert. Die Katalogisierung aller Arten wurde bereits erwähnt, zusätzlich macht man archäologische Entdeckungen und komplettiert kleine Artefakte. Später bekommt man auch den Auftrag ein Aquarium einzurichten und mit lebendigen Exponaten zu bestücken.

Zu den weiteren Features gehört der WiFi-Modus, der einen Tauchgang mit einem Freund ermöglicht. Zuvor müssen aber die individuellen Freundescodes des Spieles untereinander ausgetauscht werden, der Code der Konsole wird nicht benutzt. Steht ein solcher Tauchkamerad nicht zur Verfügung, kann man seine Tauchgänge auch mit einem seiner neuen Tierfreude unternehmen, zum Beispiel einem verspielten Tümmler. Diesem kann übrigens ein eigener Name verpasst und Kunststückchen beigebracht werden.

Der Spielspaß wird natürlich stark von der gebotenen Grafik getragen. Blubbert man durch das Blau, entdeckt man immer wieder neue Schluchten, Korallenriffe, steile Wände. Es treiben die verschiedensten Fischarten vorbei, es verstecken sich Schnecken in Anemonen und manchmal zieht ein gewaltiger Buckelwal vorüber.


Das Ganze ist natürlich noch als computergenerierte Grafik erkennbar, trotzdem kommt sofort das Gefühl auf eine Dokumentation von Jacques-Yves Cousteau anzuschauen oder Szenen aus dem Film Deep Blue zu betrachten.

Auf den ersten Blick mag das gebotene Tauchareal recht klein erscheinen, was aber täuscht. Die Fläche ist sehr weitläufig und bietet einige sehr schöne Sehenswürdigkeiten wie faszinierende Höhlenformationen, Felsstrukturen und tiefe Schluchten. Wenn man nach einer Weile den Ehrgeiz entwickelt hat alle Lebensformen zumindest einmal gesehen zu haben - und das wird passieren - ist man gefesselt und wird viele Stunden seinen Spaß an dem Spiel haben!

Über dieses Spiel kann im Gamers Crossing Forum diskutiert werden.

Nachtrag: Wenn dich dieser Bericht überzeugt hat und du das Spiel kaufen möchtest, würde ich mich sehr freuen, wenn du es über den folgenden Link bei amazon.de bestellen würdest: weitere Produktinfomrationen.

Dresden, 11. November 2007
Copyright Jens Rudolph